Anpassung – die notwendige Antwort auf den Klimawandel

Wenn sich jetzt im Dezember mehr als 5.000 Wissenschaftler und Politiker auf der Klimakonferenz in Kopenhagen treffen, wird neben den Maßnahmen zum Klimaschutz, der so genannten Mitigation, auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels, die Adaptation, eine wichtige Rolle spielen. Eine integrierte Klimapolitik besteht aus beiden – denn das eine wird ohne das andere nicht funktionieren. Beides – der Klimaschutz und auch die Anpassung – ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die die Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie jeden Einzelnen fordert.

Wissenschaftler sind sich einig: Das Klima ändert sich durch den Einfluß des Menschen. Selbst wenn der Klimaschutzgipfel in Kopenhagen erfolgreich sein sollte, wird die globale Erwärmung noch eine Weile anhalten – in den nächsten 50 bis 100 Jahren um etwa zwei bis vier Grad. Experten sind sich einig auch darin, dass der Klimawandel Folgen für Mensch und Umwelt haben wird: Bäche und Flüsse verändern sich, die Gebirgsgletscher schmelzen, Pflanzen – und Tierarten wandern, Blütezeiten verschieben sich. Starkregen, Hitzeperioden und Stürme werden sich häufen. Krankheitserreger können sich bei höheren Temperaturen besser vermehren und werden den Weg in die heute gemäßigten Klimazonen nehmen.

Mit welchen Konsequenzen aus dem Klimawandel müssen Ökosysteme, Wasserressourcen und Land/Forstwirtschaft in Deutschland und dem Alpenraum rechnen? Wie wird das regionale Klima durch Änderungen der Luftbestandteile beeinflusst? Wie können wir einen optimalen Weg der Anpassung und Vermeidung wählen? Acht Großforschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft wollen im Forschungsverbund „Regionale Klimaänderungen“ – REKLIM Antworten auf diese Fragen finden. Regional bedeutet in diesem Zusammenhang sozusagen eine hohe Auflösung. Dafür bündelt die Helmholtz - Gemeinschaft ihre Kompetenzen, um mit Beobachtungen und Modellierungen regionale Klimaänderungen zu untersuchen und Entscheidungshilfen für Vermeidungs- und Anpassungsstrategien zu liefern. 32,2 Millionen Euro stehen bis 2013 für einen neuen Schub in der interdisziplinären Forschung sowie den Transfer in die Öffentlichkeit  zur Verfügung.

Klimabüros in Leipzig, Geesthacht, Karlsruhe und Bremerhaven informieren über aktuelle Ergebnisse in der Region als Basis für lokale und regionale Entscheidungen.

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