Die schrägsten Berliner 10-Minuten-Geschichten

Alles war ein wenig schräg : Das kultige Lokal "Böse Buben" mit seinen Bücherwänden, in dem es trotz überbordender Fülle zum Lesen mucksmäuschen still war, die Bühne - ein kleines Podest mit barockem Sessel -  dessen Höhen nur mit handfester Hilfe zu erklimmen war und das Programm mit Gitarren - und Gesangsoli bis hin zur quirligen Moderatorin im bühnenreifen Outfit.

Und die Geschichten: Die von Ursula, die dem angesagten Weltuntergang der Mayas glaubt, sich von Leo scheiden lässt und mit einem Magier nach Sibirien geht. Von dort könne man sich besser zum Mars oder Mond absetzen. Im sibirischen Bordell macht sie für Geld "alles rein". Der zurückgebliebene Leo "bunkert" fürs Überleben in einer Welt ohne Zeit, ohne Vergangenheit und Zukunft...

Oder das Simson Suhl fahrende Urlauberpaar in Italien, das im Urlaubsitalienisch Taucherbrille mit Sturzhelm verwechselt und Lachstürme bei Polizisten erzeugt.

Das Beste am Abend waren die zwei Gedichte der 10jährigen Kneiperstocher Maria über Enten, die  den Schnabel nicht halten können.

Der durch "Baustellengorillas" geweckte Kreuzberger besorgt sich sein  Frühstück in Fäkaliensprache auf der Straße. Das war dann doch zu schräg für mich. Es reicht nicht, oft genug Scheiße zu sagen. Bei der Popelgeschichte als Zugabe musste ich dann gehen.

Es lasen: Fritz Lewerenz, Ruth Fruchtmann, Jiri Kandeler, Tilo Ballien, Monika Erhardt- Lakomy

Moderation: Monika Erhardt- Lakomy.

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